Meine Reise nach Afrika

 
 

Ryszard Kapuscinski
Der Fußballkrieg
Berichte aus der Dritten Welt
ISBN 3-8218-4419-1


Gott!
Trotz zahlreicher Gebete an Dich
Verlieren wir ständig unsere Kriege.
Morgen werden wir neuerlich in eine große Schlacht ziehen,
die man in der Tat groß nennen kann.
Wir benötigen ganz dringend Deine Hilfe,
und daher will ich Dir etwas anvertrauen:
Diese morgige Schlacht wird keine kleine Sache sein,
in der wird man Kinder nicht brauchen können.
Daher habe ich eine Bitte an Dich:
Sende uns nicht Deinen Sohn zu Hilfe.
Komme selber.

(Gebet von Koq, Führer des Stammes
der Grikuas, vor der Schlacht
mit den Afrikaandern im Jahre 1876)

Meine Reise nach Afrika
oder
Warum ein Deutscher aus dem Ruhrgebiet in Uganda, Afrika, die japanische Kampfkunst Karate-Do unterrichtet?

Meine Reise beginnt eigentlich ca. 18 Jahre bevor ich jemals einen Fuß auf ugandaischen Boden setze. Damals trainierte ich wie viele junge Männer Shotokan-Karate und übernahm als junger Trainer, 1.Dan Schwarzgurt, die Verantwortung für das Karate-Dojo-Uni-Essen. Ich wollte eigentlich nur ein paar Jahre dort arbeiten und dann etwas anderes machen. An einem Universitätsdojo kommen viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Vereinsgeschichte, genauso viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen nach dem Studium zurück nach Hause oder finden eine Arbeitsstelle in einer Stadt weit entfernt von dem Universitätsdojo. Einige Karateka vergißt man mit der Zeit und verliert ihren späteren Werdegang aus den Augen, andere trifft man nach Jahren durch Zufall wieder und ist erstaunt, was aus den jungen Leuten von damals geworden ist. Solch eine Entwicklung steht hinter dieser Geschichte über eine Reise nach Afrika.

Eine der Hauptrollen in dieser Geschichte spielt James Macbeth Blankenhaus. Den Namen zuerklären ergibt schon eine eigene Erzählung. James kam 1986 zum ersten Training und zeichnete sich durch seinen Ergeiz und durch seine lustige, aufmunternde Art aus. James und ich habe so manche Flaschen guten schottischen Whiskey geleert und über unsere Zukunft wie jeder junge Mann nächtelang herumphilosophiert. James leitete damals eine Jugendhaus in Essen-Katernberg, eine ziemlich schlimme Gegend. Aber irgendwie verloren wir uns aus den Augen, aber der Name James Macbeth Blankenhaus blieb irgendwie immer im Gedächtnis hängen.

1990 heiratete ich ein junges Mädchen namens Claudia. Sie arbeitete damals für die eine große Bank in Essen. Nach einem mehrjährigen beruflichen Aufenthalt in Brüssel, Belgien, zog es meine Frau beruflich nach Frankfurt, dort war sie für die Bank im Auslandgeschäft, Afrika, zuständig. Da wir gerne guten deutschen Wein, Riesling trocken, trinken haben wir einen sehr guten Winzer in den kleinen Weinort Klüsserath an der Mosel gefunden und fahren dort drei bis viermal im Jahre über das Wochenende hin. Die Welt ist ja bekanntlich klein wie ein Dorf. Dort trafen wir einen anderen ehemaligen Karateka aus dem Dojo der Universität Essen. Theo Nolte und seine Frau Gitte hatten noch Kontakt zu James Macbeth Blankenhaus. Bei einem Glas Wein ergab sich ungefähr dieses Gespräch:
Theo: „Ihr kennt doch auch noch James?“
Stefan: „Ja klar, habe aber seit Jahren nichts mehr von James gehört.“
Gitte: „Ich habe James letzte Woche beim Schuhekaufen in Essen getroffen.“
Stefan: „Was macht James so?“
Gitte: „Er ist glaube ich irgendwo in Afrika, Uganda vielleicht.“
Claudia: „Afrika, das ist mein Arbeitsgebiet und Uganda habe ich schon einmal beruflich besucht.“
Stefan: „Wenn ihr das nächste Mal James wieder trifft, fragt in doch nach einer Email-Adresse.“
Theo: „Ok, machen wir.“
.....

Nachdem wir unsere Email-Adressen ausgetauscht hatten, dachte ich das wars wohl.
Aber schon zwei Wochen später kam eine Email von Gitte mit James Email-Adresse bei Claudia an. Meine Frau staunte nicht schlecht. Die Email Adresse lautet: James.Macbeth@gtz.de. Jetzt ging alles sehr schnell. Meine Frau hatte schon mit der GTZ, Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, in Kampala, Hauptstadt von Uganda, zusammengearbeitet. Ein Anruf in Uganda, wir hatten James wieder gefunden.

Da die nächste berufliche Reise nach Kampala für Claudia anstand, plante sie einen Besuch bei James mit ein. An einem freien Wochenende traf sie James und seine Freundin Simone am Victoriasee in Entebbe. Dort wurden fleißig Pläne für ein Wiedersehen geschmiedet.

Ich wollte schon immer einmal einen Einblick über den Kontinent bekommen, den meine Claudia regelmäßig besucht und immer schwärmerisch zurückkommt. Warum nicht den Urlaub mal in Uganda verbringen.

Uganda???
Ich weiß nichts von Uganda. Wann war Idi Amin, lebt der noch, oder ist der schon tot?
Ist dort Krieg?
Hungern dort nicht alle Menschen?
Wo liegt überhaupt genau Uganda?
Wie kommt am da hin?
Was ist mit AIDS und Malaria?
Tausend Fragen gingen mir durch den Kopf und ich fand die Idee nicht mehr so gut, vielleicht sollten ich doch lieber mit Südafrika anfangen?

Meine Claudia konnte alle Fragen zu meiner Zufriedenheit beantworten. Viele Arbeitskollegen, Verwandte und Karateka fragten mich, warum wir ausgerechnet in Uganda den Jahresurlaub machen wollten?
OK, wir hatten uns entschieden und da die Reise bevorstand mußten viele Vorbereitungen für mich getroffen werden. Zwischen unseren Abflugtermin und der Weinprobe beim Winzer an der Mosel waren gerade mal vier Monate vergangen. In dieser Zeit besuchte Claudia noch einmal beruflich Uganda, und ich ließ mich ziemlich oft an der Universität Essen gegen alles mögliche impfen.

James arbeitet in Uganda für die GTZ im Jugendbereich und kam auf die Idee ich könnte dort ja einen Karatelehrgang abhalten. In Uganda gibt es etwa fünf bis sechs Vereine für Karate. James würde alles vor Ort organisieren. Ich ließ mich auf dieses Abenteuer ein, warum genau weiß ich heute immer noch nicht. Neugier, Überschätzung oder Wahnsinn.

Am Freitag, den 17. September 2004, flogen wir am frühen Abend von Frankfurt am Main über Amsterdam und Nairobi nach Entebbe, Uganda. Die Flugtickets hatten wir kurzerhand im Internet gebucht. Am Samstagmorgen, den 18. September 2004, wurden wir von Simone und James nach einen insgesamt 14stündigen Flug am Flughafen empfangen. Die Fahrt im Landrover gestaltete sich schon abenteuerlich, da der Auspuffkrümmer gebrochen war. Während der ein stündigen Fahrt vom Flughafen Entebbe zur Hauptstadt von Uganda, Kampala, dröhnte unser Landrover wie ein Ferrari und die Abgase drangen ungefiltert in den Innenraum. Da fängt ja schon gut an, schlimmer konnte es nicht mehr werden.

Zur Gallerie Kampala
 
 

Nachdem wir kurz bei James zuhause waren fuhren wir zu viert zum Victoriasee und segelten dort Laserjollen. Der Victoriasee ist das größte Binnengewässer Afrikas und das Wasser ist sehr warm.
James und Simone hatten unseren Aufenthalt in Uganda sehr gut vorbereitet, sodaß wir eine ganze Menge von diesen wunderschönen, unbekannten und geheimnisvollen Land zusehen bekamen viel kennengelernt haben.

Nach unser ersten Nacht bei James fuhren wir am Sonntag, den 19. September 2004, mit zwei Landrover, der eine wurde noch Samstag repariert, nach Jinja zur Nilquelle. In Deutschland habe ich noch nie gehört, das jemand von der Autowerkstatt vorbei kommt, sich das Problem anschaut, denn Wagen mitnimmt und am nächsten Morgen wieder fertig vor die Tür stellt. James hatte uns dort ein kleines Hotel, http://www.kingfishersafaris.net/, direkt am Victoriasee neben der Nilquelle gebucht. Da James und Simone am Montag wieder arbeiten mußten fuhren beide noch am Abend zurück und Claudia und ich blieben für zwei Nächte dort.

Zur Gallerie Jinja
 
       

Der Nil fließt an vielen Stellen gemächlich vor sich hin, aber an einigen Stellen gibt es Strömungen und Wasserfälle die mit jeden Olympischen Wildwasserkanal mithalten können. Genau an solch einer Stelle hatten wir am Montag, den 20. September 2004, unseren Tremin mit dem örtlichen Organisator, adrift, einer Wildwasserfahrt in einem Achtmannschlauchboot. Die Fahrt dauert sieben Stunden, wir sind unzähligen Male geflipt, gekentert, und haben dabei eine wunderbare Tier- und Pflanzenwelt am Nil kennengelert. Leider trug meine Claudia unzählige blauen Flecken davon. Wir beide hatten einen tierischen Sonnenbrand und ich mußte leider feststellen, das auch ein Digitalfotoapperat im Sicherheitsboot nicht vor Nilwasser sicher sind. Nichts ging mehr.

Zur Gallerie adrift

Nach zwei Bier lagen Claudia und ich um 20:00 Uhr im Bett und haben 12 Stunden geschlafen.

Am Dienstag, den 21. September 2004, fuhren wir mit unseren Landrover, rechtsgesteuert auf der linken Straßenseite, nach Kampala zurück. Selbst die schlechteste deutsche Straße gleicht in Uganda einer Autobahn. In Uganda gibt es viele Minibusse und deren Fahrer sind nicht wirklich schlechte Autofahrer, sie fahren nur sehr kreativ. In der Hauptstadt Kampala gibt nur zwei Ampelanlagen, dafür aber eine Unmenge an Kreisverkehren und durch die neue Verkehrsführung jeden Tag neue Einbahnstraßen und Baustellen.
Ich sollte am Abend auf dem Sportplatz der Universität von Kampala eine Karate-Do Trainingseinheit geben. Die Luft war sehr angenehm.

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Da Uganda am Äquator liegt gibt es keine Dämmerung. Innerhalb einer halben Stunde ist es dunkel ober am Morgen hell. Um 19:00 Uhr war es schon so dunkel, daß wir das Training beendeten.

Claudia zeigte mir am Mittwoch, den 22. September 2004, die Innenstadt von Uganda um am Abend feierten wir Simones runden Geburtstag. Zu diesen Geburtstag kamen viele Arbeitskollen von Simone und James. Auch der deutsche Botschafter Dr. Alexander Mühlen war dort. Wir unterhielten uns über Uganda und Karate-Do in Uganda. Der Bortschafter Dr. Alexander Mühlen unterstützt finanziell den Aufbau eines Karatedojos in Kampala und er begrüßte unseren Einsatz für diesen Sport in diesem Land. Das Grundstück für das Karatedojo hatte die Östereichische Botschaft erworben und dem Verein zur Verfügung gestellt.

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John Odyek vom Kampaler Karate-Dojo zeigt mir die Baustelle für das neue Karatedojo am Donnerstag, den 23. September 2004. Danach fuhren wir zur Luzira-Secondary-School um dort den Direktor und Bezirksvorsitzenden James zutreffen. In dieser Schule sollte am kommenden Wochenende der Karatelehrgang stattfinden. Für den Lehrgang wurde ein Klassenzimmer leer geräumt, da es in Uganda keine Turnhallen in unserem Sinne gibt. Auch das Klassenzimmer war noch unseren Vorstellungen eher eine große Holzhütte mit Dach und Fenster ohne Scheiben. Der Boden ist aus Beton und zwischen den einzelnen Gebäude gibt es nur festgestampfte rote Erde, die sich bei Regen, und wir hatten Regenheit, in Schlamm verwandelt. Die Toiletten und die zentrale Wasserstelle der Schule entsprechen kaum deutschen Standard, vielleicht kann man das mal etwas machen. Der Direktor der Schule und gleichzeitiger Bezirksvorsitzende, James ...., ließ die Turnhalle mit dem roten Teppich aus seinen Büro auslegen. James besorgte von der GTZ die ugandische Nationalflagge und der Botschafter Dr. Alexander Mühlen überließ uns die deutsche Nationalflagge.

Der Karatedo-Lehrgang startet am Freitag, den 24. September 2004, und ich muß noch eine Menge Besorgungen für den Lehrgang machen. Im Supermarkt Wasser und Trinkbecher für die Teilnehmer besorgen, für das Kindertraining Ballons kaufen und ein Trainingsablaufplan:

Karate-Do-Training
Friday:
17h00 – 17h30 official welcome
17h30 – 19h00 Karate-Do
Saturday:
09h30 – 10h30 Kihon (different kinds of stands, blocks and kicks)
short break
10h30 – 12h00 Kumite (different ways)
12h00 – 13h00 Explore Karate (for young people)
break
14h30 – 16h00 Kata (Gangaku)
short break
16h00 – 17h30 Kata-Bunkai (Gankaku in practice)
Sunday:
10h00 – 12h00 Karate-Do (repatition, ask your questions)
Yame!

muß erstellt werden und meine Begrüßungsrede:

How are you?
My name is Stefan Larisch. I am from Germany and I thank you that I can practice Karate-Do with you. Karate-Do I practice since 24 years and my styl is Shotokan. I teach the Karate-Do-team of the university of Essen in Germany. There are different styl of Karate-Do all over the world, but it is one family. I hope I can teach you something about my Karate-Do. In the Karate-Do-Trainingslan you can see the different ways of Karate-Do.
Yesterday John Odyek and I drove to the place for the new Kampala-Kartate-Dojo. Verry nice. I am impressed. We thank the Austria Embassy for the money for the groung for the new dojo and we thank the German Em bassador Dr. Alexander Mühlen for the fonds for the dojo building.
James Macbeth has good conections to the german Baumarkt OBI, thank you.
I say many thanks also to James Macbeth for his friendly way, he told me a lot about the people and the country of Uganda,
I will finished with
Uss

ist auch noch nicht fertig.

Das umfunktionierte Klassenzimmer zum Karatedojo füllt sich am Abend schnell mit mehr Zuschauern und Karateka als wir alle gedacht hatten. Durch die aufgehängten Nationalflaggen von Deutschland und Uganda kommt eine feierliche Stimmung auf. Auch die örtliche Presse ist anwesend. Nach den Eröffnungs- und Willkommensreden auch meinerseits beginnt das Karatetraining.

Zur Gallerie Karate-Do

An dem Training nehmen ca. 40 Karateka teil. Von ganz neuen Anfänger bis hin zu Schwarzgurten.
Mit Shotokan, Goyo-Riyu und koshinko.. sind als Stil verteten. Der jüngste Teilnehmer ist vielleicht gerade mal acht Jahre und der älteste um die fünfzig. Nach der Gymnastik beginnt die Grundschule (Kihon) mit verschiedenen Techniken. Danach folgt Partnertraining (Kumite). Die Zeit geht sehr schnell rum und so wird das Training als es um 19:00 Uhr dunkel wird beendet. Alle Teilnehmer versprechen am Samstag, den 25. September 2004, wieder zum Training zu erscheinen.
Das Training begann um 09:00 Uhr und endete erst nach mehreren Trainingseinheiten um 17:30 Uhr. Die meisten Karateka haben alle Trainingseinheiten mitgemacht. So eine Begeisterung für mein Karatetraining habe ich in Deutschland noch nicht erlebt. Nach dem Training trafen sich die Trainer aus den Vereinen und wir uns zum gemeinsamen Pizzaessen im Hotel in Kampala. Ich schlief wie ein Stein in meinem Bett unter dem Moskitonetz und freute mich schon auf den Sonntag, den 26. September 2004, wenn wieder alle Karateka kommen und wir unseren Lehrgang beenden. Nach dem Training wurden wieder viele Reden gehalten und Gastgeschenke ausgetauscht. Anschließend wurden noch eine Unmenge an Fotos mit verschiedenen Fotoapparaten und Gruppenzusammenstellungen gemacht.

Zur Gallerie Karate-Do

Selten war ich so ausgelaugt aber auch glücklich nach einem Karatelehrgang.
Den Nachmittag verbrachte ich mit meiner Claudia in aller Ruhe am Haus.

Wenn man schon in Uganda ist, kann man auch am Montag, den 27. September 2004, schottische Volkstänze üben. Dafür hatten uns Simone und James zu einen gemütlichen Abend zu Freunde mitgenommen. Claudia und ich können zwar viele Standarttänze, aber schottischer Volkstanz gehörte nicht zu unserer Ausbildung. Beim schottischen Volkstanz geht es sehr gesellig und lustig zu. Jeder neue Tanz wird von einem Tanzleiter erklärt und dann einmal langsam ohne Musik getanzt. Mit Musik und viel Enthusiasmus geht es dann an den Tanz. Selten haben wir so schön verkehrt getanzt und doch hatten wir alle viel Spaß. Nach anderthalb Stunden war auch das überstanden.
Von den GTZ-Mitarbeitern wir am Dienstag, den 28. September 2004, im Sozialministerium in Kampala im Beisein vom Sozialminister und mehreren wichtigen Person aus der ugandischen Politik eine mulimedia CD für Jugendliche vorgestellt. Die CD, JoBoYo – Job & Business Opportunities for Young People in Uganda - Opportunities for a better future, zeigt Schulabgänger welche Möglichkeiten sie mit ihrer Schulausbildung in der Arbeitswelt haben.
Am Abend wurde Sara, eine Mitarbeiterin von James, mit einer Party bei James verabschiedet. Sara geht zurück nach Kanada.

Da wir am nächsten Morgen, Mittwoch, den 29. September 2004, die Fahrt nach Fort Portal geplant hatten, gingen wir nicht ganz so spät ins Bett. Für die 320 km von Kampala nach Fort Portal braucht man ca. 6 Stunden Fahrzeit, da ein gutes Stück der einzigen Verbindungsstraße noch nicht fertig gestellt ist. Ca. 60 km mit durchschnittlich 30 km/h muss man auf einer Behelfsdschungel-Strasse fahren. Dort wohnten wir in einem wunderbar gelegenen Gästehaus. Fort Portal liegt etwa 1500 m über NN.

Zur Gallerie Weg

 
   

Dort gibt es brau-weiße und schwarz-weiße Kühe wie in der Schweiz. Wenn man auf der Terrasse sitzt, die Augen schließt und die die Kühe hört, glaubt man kaum, dass man soweit von zuhause weg ist.

Zur Gallerie Fort Portal

Hier ist es deutlich kühler als in Kampala und es gibt fast keine Moskitos. Hier in Fort Portal trafen wir drei Medizinstudentinnen aus Berlin die sich unseren Ausflügen anschlossen.
Am Donnerstag, den 30. September2004, fuhren wir leider ohne Claudia zum Kibale National Park. Claudia hatte sich am Morgen einen Lendenwirbel ausgerenkt und konnte sich somit kaum bewegen.

Zur Gallerie Claudia

Im Kibale National Park durchstreiften wir mit einen Führer den Regenwald und fanden wildlebende Schimpansen in den Bäumen. Es waren ca. 3 – 4 Gruppen und ca. 30 Tiere.

Zur Gallerie Schimpansen

 
 

Danach ging es zu einen wunderschön im Regenwald gelegenen Badesee.

Zur Gallerie Badesee

Am Abend trafen wir uns bei Paul zum Essen.

Zur Gallerie Paul

Da es Claudia am Freitag, den 01. Oktober 2004, besser ging, fuhren wir mit dem Landrover über eine sehr schlechte Hauptstraße zu den heißen Quellen. Die Fahrt dauerte ca. zwei Stunden und führte uns durch eine wunderbar schöne Landschaft.

Zur Gallerie heiße Quellen

   

 

An den heißen Quellen wurden wir von einen Führer durch den Wald geführt und er zeigte uns noch wunderschöne Stellen in der Wald- und Wiesenlandschaft. Die Rückfahrt war wieder sehr abenteuerlich.
Nach dem gemeinsamen und gemütlichen Abendessen erlebten wir die Invasion von gerade ausgeschlüpften, fliegenden Termiten. Unendlich viele Tiere flogen draußen und in unserem Gästehaus herum. James und die Einheimischen ließen sich nicht erschrecken und verdrückten zum Nachtisch noch ein paar Termiten. Wer´s mag.
Am Samstagmorgen, den 02. Oktober 2004, fanden sich nur noch abgefallene Flügel der Termiten überall wieder. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Rückweg nach Kampala. Unterwegs streikte leider der Antriebsriemen von der Servolenkung vom Landrover und wir mussten an einer Tankstelle das Auto reparieren lassen.
Um 03:00 Uhr schellte am Sonntag, den 03. Oktober 2004, unser Wecker und wir wurden von James mit dem Landrover zum Flughafen in Entebbe gebracht. Unser Flugzeug startete pünktlich nach Nairobi, wo wir drei Stunden Aufenthalt hatten und dann weiter nach Amsterdam flogen. Als wir um 20:00 Uhr in Frankfurt landeten war unser Gepäck leider in Amsterdam nicht mit umgeladen worden und KLM lieferte es am Montag, den 04. Oktober 2004, Freihaus.

Meine erste Afrikareise war ein tolles Erlebnis für mich. Das Land ist wunderbar schön und die Menschen dort sehr freundlich. Uganda kann noch jede Hilfe aus Deutschland gebrauchen, so dass meine Frau Claudia und ich unseren Beitrag dazuleisten werden.

   
 

Zur Gallerie 2005